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E-Learning und Fernunterricht
sollen weiter zusammengehen
E-Learning mit oftmals fehlender Betreuung und Motivation
In der E-Learning-Branche herrscht Katerstimmung. Insolvenzen,
Fusionen und Konsolidierungen haben die Euphorie des ersten Booms
abflauen lassen. Trotz erheblicher Investitionen der Wirtschaft und
der öffentlichen Hand in diesen Markt ist die Entwicklung deutlich
hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Fernunterrichtsbranche
ist es dagegen trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds mit
sinkenden Weiterbildungsbudgets gelungen, sowohl die
Teilnehmerzahlen als auch die Anbieterzahlen weiter zu steigern.
Für 2001 ist mit 156.009 Teilnehmenden ein Plus von 3,4 Prozent zu
verzeichnen (2000 waren es 150 878). Die Zahl der privaten
Fernunterrichtsanbieter liegt mit aktuell 275 (Stand: 01.11.2002) um
14 Prozent über dem Vorjahr (241 per 31.12.2001). Auch die Zahl der
Lehrgänge hat gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf aktuell
1.816 Angebote zugelegt und deckt mittlerweile nahezu jedes in
Deutschland zu erreichende Bildungsziel ab.
Laut einer Studie der Unternehmensberatung Mummert und Partner
liegen die Nachteile des E-Learnings vor allem in der fehlenden
Betreuung und Motivation der Teilnehmenden begründet. Auch die
Qualität bestehender Angebote sowie die Kompetenz, diese zu
vermarkten, sind vielfach unzureichend. Schließlich verhindert die
zu geringe Themenauswahl eine größere Verbreitung. In der
allgemeinen Euphorie, sich durch die neue Technologie zusätzliche
Märkte zu erschließen, kommt das Bedürfnis der Lernenden nach
Unterstützung und Motivation bisher noch zu kurz. Dennoch bietet
E-Learning neue technische Möglichkeiten, die sich auch die
Fernunterrichtsanbieter zu eigen gemacht haben.
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Prozent der Fernlehrinstitute unterstützen ihre Lehrgänge bereits
mit elektronischen Medien und haben diese in ihr Gesamtangebot
integriert. In der amtlichen Fernunterrichtsstatistik werden bereits
20 Prozent aller Lehrgänge als E-Learning-Angebote klassifiziert
(Stand: 01.11.2002).
"Fernunterricht und E-Learning sollten voneinander lernen, um
ihre Angebote optimal auf die Bedürfnisse der Lernenden
auszurichten", erklärte Dr. Martin Kurz, Vorsitzender des
Deutschen Fernschulverbands e.V. (DFV), auf der
Jahrespressekonferenz des Verbandes am 25. November 2002 in Berlin.
Die Vorteile beider Methoden: Lernen, das tutoriell unterstützt und
dennoch selbstbestimmt ist und dabei zeit- und ortsunabhängig
organisiert und kostengünstig sowie ressourcenschonend mit
nachhaltigem Lernerfolg durchgeführt wird. Auch die Möglichkeit,
Weiterbildungsmaßnahmen auf die individuellen Bedürfnisse von
Firmen hin maßzuschneidern, zählt zu den Stärken
mediengestützten und tutoriell betreuten Lernens, heißt es nun
Fernunterricht oder E-Learning.
Während E-Learning und internetbasiertes Lernen im Fernunterricht
die Kommunikation beschleunigt, die Interaktion vereinfacht und
vielen Teilnehmern das gleichzeitige Lernen in virtuellen Räumen
ermöglicht, könnten E-Learning-Anbieter von der Beratungs- und
Betreuungskompetenz der Fernlehrinstitute profitieren. Der Verband
geht daher auf E-Learning-Anbieter zu und plädiert für ein
verstärktes Zusammengehen beider Bereiche in der Zukunft.
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| Quelle:
Golem.de News 26.11.2002 |
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