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01051 bietet Call-by-Call für
Ortsgespräche ab 1. Mai 2003
Wettbewerber und Telekom unterzeichnen Vertrag
Die Deutsche Telekom und die Telefongesellschaft 01051 Telecom haben
mit einem Vertrag die Basis für Call-by-Call im Ortsnetz
geschaffen. Vereinbart wurde eine Präsenz in allen lokalen
Einzugsbereichen, also eine Zusammenschaltung an 475 Punkten des
Telekom-Netzes.
"Dieses Modell entspricht den Vorstellungen und Forderungen
aller Wettbewerber, die eigene Netze aufgebaut haben und weiter
aufbauen wollen", betonte Thomas Rühmer, Mitglied der Geschäftsleitung
von 01051 Telecom. Das Modell schaffe durch die Ausbau-Vorgabe
vergleichbare Bedingungen im Wettbewerb, sichere Investitionen auf
allen Seiten und belohne Unternehmen, die in eigene Infrastruktur
investieren.
Nach Angaben der Telefongesellschaft sollen auf dieser Basis erste
Call-by-Call-Ortsgespräche ab dem 1. Mai 2003 möglich sein, und
zwar bundesweit. Leider seien die Systemlieferanten der Deutschen
Telekom zu einer früheren Einführung der neuen Funktionalitäten
in den Telekom-Vermittlungsstellen nicht in der Lage, bedauert Rühmer.
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Strittig
bleibe der Preis, den die Call-by-Call-Anbieter für die
Mitbenutzung der Telekom-Leitungen von und zu den
Vermittlungsstellen zahlen sollen. Die Deutsche Telekom wolle
Preisaufschläge durchsetzen, die auf eine Verteuerung nahezu aller
Interconnection-Tarife um bis zu 68 Prozent hinauslaufen würden.
Damit stünden preisgünstige Call-by-Call-Angebote vor dem Aus. Die
Deutsche Telekom könnte so ihre Marktposition wieder ausbauen und
die Re-Monopolisierung des Telefonmarktes herbeiführen. Wettbewerb
bei Ortsgesprächen würde gar nicht erst entstehen.
Wirtschaftsministerium und Regulierungsbehörde müssten und könnten
diese wettbewerbsfeindliche Strategie mit den ihnen zur Verfügung
stehenden Mitteln verhindern, so 01051.
Parallel wurde bekannt, dass durch eine Klage vor dem Europäischen
Gerichtshof (EuGH) der Bundesrepublik Deutschland durch die Verzögerungen
beim Wettbewerb im Telefon-Ortsnetz jetzt Millionenstrafen drohen.
Die Klage wurde von der EU-Kommision eingereicht. Geplant war ursprünglich,
dass man seit dem 1. Dezember 2002 das Ortsnetz für den
Call-by-Call-Betrieb öffnet. Die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post (RegTP) verschob dies nun auf den
Februar/ März 2003.
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| Quelle:
Golem.de News 06.12.2002 |
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